|
„Sie klingt doch so schön! – Braucht die Kirchengemeinde wirklich eine neue Orgel?!“
„Wie schön, dass sie in den Ohren der Gottesdienstbesucher noch schön klingen kann“ – denkt sich die Kirchenmusikerin.
Und denkt weiter, dass sie seit einigen Jahren zugunsten einer würdigen Ausgestaltung des Gottesdienstes auf Registrierungen, die schmerzhafte Klänge mit schrillen Verstimmungen erzeugen, die fiepsige Töne, dissonante Schwebungen und asthmatische Nebengeräusche bewirken – dass sie auf all diese Registrierungen verzichtet.
Die klanglichen Spielräume unserer (ohnehin mit 13 Registern eher klein disponierten) Orgel sind also nur noch sehr eingeschränkt nutzbar.
Warum? Weil unsere Orgel es eben in sich hat.
Nämlich z.B. in den Orgelpfeifen den Staub und die Verschmutzung (unter anderem auch mit Baustaub) vieler Jahre. Eine Reinigung und Wartung der Orgel ist seit Jahrzehnten nicht geschehen. Kein Wunder, dass Pfeifen asthmatisch reagieren, nicht sauber ansprechen und klanglich nicht mehr tragfähig sind.
Aber: unsere Orgel hat es eben auch nicht (mehr) in sich.
Ihre Bauweise nach dem Krieg erfolgte (wie bei vielen anderen Orgeln sozusagen als „Versorgungsorgelbau“) mit nicht wertbeständigen Materialien, mit unglücklichen Konstruktionen und unzureichender Klangdisposition. Und kann dem Anspruch, ein Instrument für viele Generationen zu sein, leider nicht erfüllen.
Ein paar leicht nachvollziehbare Beispiele:
z.B. ist das Leder der Stöpsel- Abdichtungen für die gedeckten Pfeifen brüchig und trocken geworden. Die Stöpsel verrutschen nach einer Stimmung in kürzester Zeit wieder und es kommt zu nicht regulierbaren Verstimmungen.
Das Material der komplizierten Mechanik im Inneren der Orgel ist minderwertig, abgenutzt, ausgeschlagen und ausgeleiert. Spieltechnisch bedeutet dies z.B., dass
sauber und lebendig artikuliertes Spiel – eigentlich das A und O der Orgelmusik – nicht möglich ist, ein Druckpunkt der Tasten ist nicht zu spüren. Und es entsteht ein eher unpräzises schwammiges und unegales Spielergebnis.
Oder: ein voller Klang mit allen Registern und Koppeln der Orgel ist nur mit viel Kraft des sehr schwergängigen Tastendruckes zu erzielen. Und der Winddruck reicht im Tutti-Spiel nicht aus für einen tragenden und strahlenden gleichmäßigen Klang.
Oder: die Pedalklaviatur ist ausgetreten – die Bälge der Orgel sind spröde
und morsch – die Windzufuhr erfolgt durch inzwischen brüchig gewordene Schläuche und und und…
Der Orgelsachverständige der Nordelbischen Kirche Hans-Martin Petersen kam in seinem Gutachten zu dem Ergebnis, dass bei allen grundsätzlichen bautechnischen Defiziten und den Mängeln, die im Laufe der Zeit entstanden sind, eine Investierung an Reparaturen und Umbaumaßnahmen nur bei großem Kostenaufwand mit relativ bescheidenem Endergebnis zustande käme. Und empfiehlt einen Orgel-Neubau für die Petri-Kirche in Niendorf.
Für diesen Neubau der Niendorfer Orgel haben sich inzwischen seit Jahren viele viele Menschen tatkräftig und mit großem ehrenamtlichen Einsatz engagiert –
und die vielen Spenden und Aktionserlöse könnten vielleicht schon in diesem Jahr konkrete Schritte hinsichtlich der Orgel-Neu-Planung erlauben.
Unsere Orgel ist keine „Königin der Instrumente“ mehr – hoffen wir, dass sie auch im Jahre 2010 noch weiterhin als „treu-zähe Dienerin“ mit genügend Luft und leidlich guter Stimmung der Gemeinde und zu Seiner Ehre klinget und tönet, so gut sie es vermag.
Kirchenmusikerin Barbara Elischewski
Der Orgelbauverein
Die Niendorfer Petri-Kirche benötigt eine neue Orgel. Helfen Sie bitte mit und unterstützen Sie die Kirchengemeinde mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft im gemeinnützigen Orgelbauverein Niendorf /O. Eine neue Orgel wird rund 200.000 Euro kosten. Auch kleine Spenden helfen diese Summe aufzubringen und das Ziel zu erreichen. Bisher haben Kirchengemeinde und Orgelbauverein schon fast die Hälfte der benötigten 200.000 Euro durch Spenden, freie Kollekten und Veranstaltungen gesammelt.
Nach dem Umbau und nach der Erweiterung der Petri-Kirche wurde im Jahr 1963 die Kemper-Orgel eingebaut. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte sind große Mängel an dem Instrument aufgetreten. Zu diesem Ergebnis kam auch der Kirchenmusikdirektor und Orgelsachverständige der Nordelbischen Kirche, Hans-Martin Petersen: „Die gesamte Konstruktion ist problematisch. Das Gehäuse ist aus minderwertigem Material, wie Spanplatten und Presspappe, hergestellt. Es dient lediglich als Schutz vor starker Verschmutzung und erfüllt nicht die Funktion als Resonanzkörper.” Weiterhin stellte er fest, dass Deckel und Spunde nicht fest sitzen, was zu nicht regulierbaren Verstimmungen führt. Selbst bei einer teuren Generalüberholung für rund 40.000 Euro bliebe das Endergebnis bescheiden, weshalb nicht mehr in die Orgel investiert werden sollte. „Die Petri-Kirche bietet akustisch sehr gute Voraussetzungen für den Bau einer qualitativ hochwertigen Orgel. Für die Musik in den Gottesdiensten und Konzerten wäre eine neue Orgel ein unschätzbarer Gewinn”, resümierte Hans Martin Petersen. Dieser Meinung ist auch die Kirchengemeinde und bittet nun um Unterstützung. Der Vorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Niendorf/Ostsee beschloss im Mai 2006, einen gemeinnützigen Niendorfer Orgelbauverein zu gründen. Am 19. Juni 2006 fand die Gründungsversammlung statt. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem Bürgermeister Volker Popp und Tourismusdirektor Christian Jaletzke sowie Kirchenvorstandsmitglied Volker Muuss. Von den weiteren Gründungsmitgliedern wurde Pastor Fritz Wolk zum Vorsitzenden gewählt, Ingo Muuss zu seinem Stellvertreter, Manfred von Dombrowski zum Schatzmeister und Erna Krogmann zur Schriftführerin gewählt, zum Beisitzer Heike Henningsen, Wolfgang Hargus und Karsten Lohse. Auch sie gehören dem Kirchenvorstand an. Sie alle wünschen sich, dass recht bald eine neue Orgel, die als „Königin der Instrumente” ein hohes Kulturgut ist, zur Ehre Gottes sowie zur Erbauung und zum Segen der Menschen in den Gottesdiensten, Konzerten und kirchenmusikalischen Veranstaltungen erklingen wird. Auf der Jahreshauptversammlung 2008 am 15. Oktober wurde ordnungsgemäß ein neuer Vorstand gewählt. Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Peter Kleinschmidt als Nachfolger des langjährigen Niendorfer Pastors Fritz Wolk gewählt. Stellv. Vorsitzender ist weiterhin Ingo Muuss, neuer Schatzmeister Ingrid Kleinschmidt und Schriftführerin Erna Krogmann. Beisitzer sind Karsten Lohse und Pastor i. R. Philipp. „Für die Zukunft wünsche ich mir, den Orgelbauverein in unserer Gemeinde öffentlichkeitswirksam präsentieren zu können. Ziel ist es, mit Hilfe der Niendorfer, ortsansässiger Firmen, Vereinen und der öffentlichen Verwaltung, weiter viele Spenden zu sammeln und Verkaufserlöse aus öffentlichen Veranstaltungen einzunehmen”, umschreibt der neue Vorsitzende, der angehende Diplom-Volkswirt und in Niendorf aufgewachsene Peter Kleinschmidt seine Ziele für den Förderverein im Gemeindebrief vom November 2008. Diese Ziele konnten bisher mit Hilfe vieler Sponsoren und Spender eindrucksvoll umgesetzt werden. Die Vereinsmitglieder des Niendorfer Hausfrauenbundes spendeten 500 Euro für den Orgelbauverein. „Nach dem Motto ‚Gut ist, wer Gutes tut´, hoffen wir für die Spendenaktion des Orgelbauvereins ein Zeichen gesetzt zu haben”, begründet Gesine Knoop, Vorsitzende des Hausfrauenbundes, das Engagement ihres Vereins. Unter dem Motto „Gemeinsam für die Orgel” war der Orgelbauverein beim traditionellen „Fischer´s Wiehnacht”. Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler bekannter Mithelfer, darunter Tourismusdirektor Christian Jaletzke und Bürgervorsteherin Anja Evers sowie vielen Sponsoren konnten insgesamt 1500 Euro erwirtschaftet werden. Auch in der ersten Jahreshälfte 2009 konnte sich der Orgelbauverein über einige Spenden freuen und war weiter in der Öffentlichkeit durch Verkaufsaktionen präsent. Im Februar war der Orgelbauverein wieder beim traditionellen „Trommelfeuer” vertreten. Vom Erlös des achten Timmendorfer Weihnachtsmarktes spendete die Aktivgruppe 500 Euro für den Orgelbauverein. Unterstützt wird der Orgelbauverein auch von der Sparkasse Holstein und der Volksbank Eutin, die ebenfalls jeweils 500 Euro für den guten Zweck spendeten. Bei der Jubiläumsveranstaltung zum 100jährigen Bestehen der Niendorfer Seebrücke war der Orgelbauverein beim großen Festumzug und mit einem Verkaufsstand dabei. Mit zwei Drehorgelspielern wurde auf den Verein aufmerksam gemacht: beim Festumzug, bei dem Andreas Bünger mit vollem Einsatz um Spenden warb und am Pfingstsamstag, an dem Frau Julius für den Verein warb. Dadurch konnten stolze 1639 Euro auf das Vereinskonto eingezahlt werden. Auch die Familie Karl-Heinz Kühl aus Neudorf übergab einen Scheck in Höhe von 500 Euro an den stellvertretenden Vorsitzenden Ingo Muuss. Ein Niendorfer Ehepaar nahm einem runden Geburtstag zum Anlass die Orgel zu unterstützen und sammelten insgesamt 1080 Euro. Ebenso wie eine Spenderin aus Warnsdorf, die 250 Euro überwies, möchten die Eheleute nicht namentlich genannt werden. Ab jetzt kann der Orgelbauverein noch besser um Spenden werben als bisher. Das ist Bettina und Dieter Oest von der Firma „Kunststoff Oest” (www.kunststoff-oest.de) zu verdanken, die eine große und eindrucksvolle Acryl-Spardose in Form einer Kirche für den Orgelbauverein sponserten. Die Spardose steht im Vorraum der Niendorfer Petri-Kirche, kann aber jederzeit gerne für Spendensammlungen verliehen werden (Kontakt siehe unten). Der Vorsitzende Peter Kleinschmidt freut sich über vergangene Aktivitäten und bedankt sich recht herzlich bei allen Spendern, Sponsoren und Unterstützern des Orgelbauvereins Niendorf/Ostsee e. V. Einen ganz besonderen Dank richtet der Vorsitzende an seinen Stellvertreter Ingo Muuss und seine Schatzmeisterin Ingrid Kleinschmidt, die in der Zeit seines sechsmonatigen Auslandsaufenthalts die Aktionen des Vereins umgesetzt hat. „Meine Mutter hat mich weitaus besser vertreten als mir lieb sein kann. Die Aktionen der letzten Wochen und Monate sind kaum zu überbieten”, freut sich Kleinschmidt. Für Fragen, Ideen und Anregungen steht der Vorstand gerne zur Verfügung!
Kontakt: Peter Kleinschmidt, Dr.-Waßmund-Str. 6, 23669 Niendorf/Ostsee, Tel.: 04503/31378 , eMail: orgelprojekt@aol.com Konten: Volksbank Eutin, Konto-Nr. 182699 BLZ 21392218 Sparkasse Holstein, Konto-Nr. 134922756, BLZ 21352240
Der monatliche Mindestbeitrag beträgt fünf Euro im Monat, für Schüler, Auszubildende, Studenten, Rentner oder Erwerbslose drei Euro und für juristische Personen zehn Euro. Darüber hinaus können Mitglieder ihre Beiträge in beliebiger Höhe selbst benennen. Für jede Spende ist der Verein dankbar und stellt Spendenbescheinigungen aus.
|